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Schulbusbegleiterausbildung

Angenehmeres und sichereres Fahren mit dem Schulbus – 24 neue Busbegleiter ausgebildet

Bewährtes Gemeinschaftsprojekt von Schickhardt-Realschule und Taus-Gymnasium zum achten Mal durchgeführt

BACKNANG. Unter Schirmherrschaft der Polizeidirektion Aalen und des Omnibusunternehmens OVR wurden zum nunmehr achten Mal Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 und 8 des Gymnasiums in der Taus und der Schickhardt-Realschule zu Schulbusbegleitern ausgebildet. Auf diese Weise sind bisher über 160 Busbegleiter-Zertifikate überreicht worden. Beide Schulen können damit auf eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken.

„Halt! Stopp! Ich bin Busbegleiter! Hört auf, die Mütze durch den Bus zu werfen! Gebt sie eurem Mitschüler zurück! Ihr wollt auch nicht so behandelt werden und bei eurem Geschrei kann sich der Fahrer nicht konzentrieren!“ Angesichts solch klarer Worte schauen die beiden Achtklässler auf und blicken direkt in Elias‘ entschlossenes Gesicht. Um die Ernsthaftigkeit seines Anliegens noch zu unterstreichen, zeigt der Schüler dabei einen Ausweis der Polizeidirektion Aalen. Mit einem kleinlauten „schon gut“ geben die Ertappten die Kopfbedeckung zurück. „Vielen Dank“, stellt Elias zufrieden fest und ist sichtlich stolz auf seinen erfolgreichen Einsatz als Schulbusbegleiter.

Derartige Konflikte wie den hier als Rollenspiel im Rahmen der Busbegleiterausbildung geübten und inszenierten gibt es in der Realität zur Genüge. Zunächst eigentlich kleine Unstimmigkeiten werden angesichts der nach einem langen Schultag oft aufgeheizten Atmosphäre leicht zu handfesten Problemen, die das Fahren im Schulbus für alle Beteiligten unangenehm machen können. An dieser Stelle setzt das Konzept der Schulbusbegleiter an. Sind es doch gerade die eingangs geschilderten Situationen im Schulbus, die leicht durch ein entschlossenes Auftreten geschulter Jugendlicher gelöst werden können. Doch dieses konsequente und entschlossene Handeln will geübt sei, damit es im Ernstfall auch funktioniert. Es bedarf dabei der genauen Beobachtung und Auswertung solcher Spielszenen, damit Schulbusbegleiter effektiv Konflikten und Gefahren auf dem Schulweg begegnen können.

Polizeikommissar Gerhard Paulik erläutert zu Beginn der zweitägigen, in diesem Jahr an der Schickhardt-Realschule durchgeführten Ausbildung typische Gefahrensituationen. Problematisch wird es oft schon, bevor die Schüler überhaupt im Bus sind. Jeder will der Erste sein, eine gefährliche Drängelei entsteht, und schon befinden sich Schüler vor dem einfahrenden Bus auf der Fahrbahn. Auch im Bus ist Vorsicht angebracht. Schultaschen im Gang werden zu Stolperfallen; Herumturnen auf den Sitzen und leichtsinniges Nichtbenutzen von Haltegriffen bei den Stehplätzen führen im Fall einer Vollbremsung zu unabsehbaren Risiken.

Im nächsten Schritt bespricht Polizeihauptkommissar Klaus Ebner mit den Schülerinnen und Schülern konkret, welche Aufgaben ein Schulbusbegleiter zu bewältigen hat und sensibilisiert sie dafür, in welchen Situationen ein Eingreifen nötig ist. Dabei kommt zur Sprache, dass Gewalt vielfältige Formen haben kann: sie reicht von der Beleidigung über das Schubsen im Gang bis hin zur Sachbeschädigung. So wird deutlich, welche Probleme die Busbegleiter selbst angehen können und wann sie Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Bei Situationen, die nicht direkt gelöst werden können, schreiten Busfahrer und OVR, Schulleitung oder schlimmstenfalls die Polizei ein. Glücklicherweise reicht jedoch in den meisten Fällen ein ruhiges und bestimmtes Auftreten der Schulbusbegleiter.

Trotz der ernsten Thematik macht die Ausbildung allen Beteiligten Spaß, wie nicht zuletzt das Spielen typischer Konfliktsituationen im stehenden Bus zeigt. Die Wucht einer auf dem abgesperrten Betriebshof des OVR durchgeführten Gefahrenbremsung führt schließlich allen eindringlich vor Augen, welche Kräfte im Ernstfall im Bus wirken können und wie wichtig es deshalb ist, dass bestimmte Sicherheitsregeln beachtet werden. Bei den abschließenden Rückmeldungen wird deutlich, dass sich die Busbegleiter gut auf ihre Aufgabe vorbereitet fühlen. Sichtlich stolz nehmen sie ihre Teilnahmeurkunden und die begehrten Ausweise in Empfang.

Erste praktische Erfahrungen der neuen Schulbusbegleiter werden im Laufe des Frühjahrs nachbesprochen. Auch nach der Ausbildung stehen die Lehrer Günter Denninger vom Gymnasium in der Taus und Andreas Schöbinger von der Schickhardt-Realschule den Schülerinnen und Schülern beratend zur Seite.

Der Dank aller an der Schulbusbegleiterausbildung Beteiligten geht an Elternbeirat und Förderverein der Schickhardt-Realschule, die sich um die Bereitstellung eines leckeren Mittagessens und um die allgemeine Verpflegung gekümmert haben.